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Juni 2014:
Kastration freilebender Katzen in und um Schleswig

Die Stiftung Tierschutz Hamburg unterstützt den Tierschutzverein Stadt Schleswig und Kreis Schleswig-Flensburg e.V. mit 3.000 EUR zur Kastration freilebender Katzen, wovon 1.500 € im Dezember 2014 gezahlt wurden.

Die Zahlung der zweiten Hälfte (1.500,00 €) des Förderbetrages erfolgte im Juni 2014.

Wir freuen uns, dass es gelungen ist weiteres Katzenelend im Großraum Schleswig durch die Kastration freilebender Katzen zu reduzieren.

    

                                      

Bericht zum Vorhaben "Kastration scheuer Katzen"

Tierschutzverein Stadt Schleswig und Kreis Schleswig-Flensburg e.V.
Ratsteich 25
24837 Schleswig 26.01.2014

Der Tierschutzverein Stadt Schleswig und Kreis-Schleswig-Flensburg e.V. bemüht sich seit Jahren intensiv um die Kastration von Katzen mit Freigang. Zum Einen verlässt keine Katze das Tierheim Schleswig ohne kastriert zu sein und bei Jungkatzen muss die Kastration von den neuen Besitzern nachgewiesen werden und zum Anderen versucht der Tierschutzverein die unkontrollierte Vermehrung von verwilderten, scheuen Hauskatzen zu unterbinden.

Frei lebende, scheue Katzen sind entgegen der Ansicht vieler Menschen keine Wildkatzen, die „schon alleine klarkommen“ sondern ursprünglich Haustiere. Das heißt, sie sind kaum in der Lage, sich selbst zu ernähren. Das hat furchtbare Folgen. Ihr Leben bedeutet: Hunger, Krankheit und Not. Populationen frei lebender, scheuer Katzen sind in der Regel eine bedauernswerte Ansammlung abgemagerter und kranker Fellbündel. Verschärft wird das Problem noch durch die enorme Fruchtbarkeit der Katzen. Das Leid der Tiere lässt sich nur durch konsequente Kastration lindern.

Leider erhalten wir bei der Kastration von scheuen Katzen fast keine finanzielle Unterstützung durch die vorwiegend ländlichen Kommunen im Umfeld des Tierheims Schleswig.

Dank einer großen zweckgebundenen Spende einer Schleswigerin konnten in den Jahren 2011 und 2012 im nördlichen Schleswig-Holstein jedoch über 700 Katzen kastrieren werden. Dies waren im Wesentlichen scheue Katzen, die dann wieder an die jeweiligen Futterplätze gebracht wurden, aber auch Katzen von nachweisbar bedürftigen Menschen, z.B. Hartz IV – Empfängern oder auch von älteren Menschen, die lediglich die Grundsicherung erhalten.

Im Jahr 2013 haben wir aus Eigenmitteln versucht, weiter so viele scheue Katzen wie möglich kastrieren zu lassen, damit wir langfristig zu einer nachhaltigen Problemlösung kommen. Leider sind die finanziellen Rücklagen, wie bei jedem ländlichen Tierheim, aber nur sehr begrenzt.

Eine große Hilfe wäre dabei eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen, wie sie z.B. in Nordrhein-Westfalen in einigen Kommunen besteht. Eine entsprechende Regelung in Schleswig-Holstein ist allerdings noch in weiter Ferne.

Mit Unterstützung der Hamburger Stiftung für Tierschutz konnten wir uns im 2. Halbjahr 2013 um zwei größere Katzenpopulationen in Handewitt und Kropp kümmern. Es wurden nach und nach insgesamt 41 scheuen Katzen mit Lebendfallen eingefangen und zunächst ins Tierheim Schleswig gebracht. Von den 41 Katzen wurden dann 25 Katzen direkt kastriert und nach einer

Erholungsphase wieder an die jeweiligen Futterplätze zurückgebracht oder an andere Futterstellen vermittelt. Eine Katze musste aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes leider eingeschläfert werden. Bei den eingefangenen Katzen waren 14 Katzen noch zu jung für die Kastration. Diese Jungkatzen wurden im Tierheim aufgepäppelt und an Menschen gewöhnt, so dass diese als Hauskatzen weiter vermittelt werden konnten und so voraussichtlich ein sorgenfreies Katzenleben haben werden. Natürlich haben auch bei diesen Katzen die neuen Besitzer die Auflage, die Katzen kastrieren zu lassen, was durch eine entsprechende Tierarztrechnung nachgewiesen werden muss.

In den nächsten Monaten werden wir uns bemühen, das Katzenelend weiter zu verringern, auch über die Grenzen des Zuständigkeitsgebietes des Tierschutzvereins Stadt Schleswig und Kreis Schleswig-Flensburg e.V. hinaus.

Durch die Unterstützung der Hamburger Stiftung für Tierschutz werden wir im ersten Halbjahr 2014 zusätzlich nochmals ca. 25 bis 30 Katzen kastrieren können.

Nicole Schmonsees (Schriftführerin im Vorstand)
TSV Stadt Schleswig u. Kreis Schleswig-Flensburg e.V.

 

 

                                                   

 

info(at)stiftung-tierschutz-hamburg.de  | Stand: 12-2018